Pflegekräfte der Zukunft: Ganzheitlichen Rekrutierungs- und Weiterbildungs-Strategie zur nachhaltigen Gesundheitssystem-Entwicklung



Die Philippinen bilden deutlich mehr Pflegekräfte aus als für das Land notwendig sind, und es ist erklärtes politisches Ziel der dortigen Regierung, ausländische Beschäftigungsverhältnisse zu fördern. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit deutschen Fachkliniken und philippinischen Experten plant philippinische Pflege-Fachkräfte zur strukturierten Fort- und Weiterbildung für einen Zeitraum von 5-7 Jahren nach Deutschland zu holen.



Prof. Dr. med. Dr. Konrad Obermann stellt das Konzept am 16. Mai in Hamburg vor.

Bedingt durch den demographischen Wandel, veränderte Patienten-Erwartungen, sowie anderen Prioritäten bei der jetzt in das Berufsleben eintretenden Generation nimmt der Mangel an Fachpersonal in der Krankenpflege zu und erreicht in vielen Institutionen ein gravierendes Niveau, das zu qualitativ schlechterer Versorgung durch Leiharbeitskräfte, Stationsschließung, Verschiebung von Operationen und chronischer Überforderung des vorhandenen Personals führt.

Diesem zunehmenden Pflegekräfte-Mangel soll mit einem professionalisierten und institutionalisierten Programm zum temporären Einsatz ausländischer (nicht-EU) Pflegekräfte begegnen werden. Die im Ausland ausgebildeten Pflegekräfte kommen mit ausreichenden Deutschkenntnissen, sowie unterschiedlichen Leistungs- und Qualifikationsniveaus ins Land, werden entsprechend eingesetzt und gezielt nach deutschen Standards weiterqualifiziert. Es erfolgt nach einem definierten Zeitrahmen dann eine strukturierte Rückkehr-Prozedur, so das eine „Triple-Win“-Situation für die Pflegekräfte, das Entsende-Land und die betreuenden deutschen Einrichtungen entsteht. 

Der Medizin-Management-Verband hat zusammen mit dem Gesundheitsökonom und Philippinen-Experten Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann und dem Personal- und Management-Fachmann und Institutionen-Entwickler Prod. Dr. phil. Bernd Glazinski, M.A. ein detailliertes Konzept entwickelt, das in Zusammenarbeit mit deutschen Fachkliniken innnerhalb von 18-24 Monaten die ersten Fachkräfte nach Deutschland holen will.

Es können bei Interesse noch einige wenige Institutionen und Klinikträger mitwirken.