Medizin-Management-Preis – Gewinner 2014

1. Platz:

Der elektronische Behandlungskalender EPI-Vista®
Eingereicht von: Norddeutsches Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche

Für die erfolgreiche Behandlung von Epilepsien ist die tagesaktuelle und zugleich kontinuierliche Dokumentation des oft komplexen Krankheitsverlaufs von entscheidender Bedeutung. Um diese Daten täglich erfassen und allen an der Behandlung Beteiligten zugänglich machen zu können, wurde im Norddeutschen Epilepsiezentrum 2007 das elektronische internetbasierte Patiententagebuch EPI-Vista® eingeführt. Mit ihm werden von den Patienten oder ihren Eltern tagesaktuell alle für die Epilepsiebehandlung relevanten Daten übersichtlich erfasst und ermöglichen so eine zeitnahe Therapiesteuerung und -anpassung. EPI-Vista® macht die Epilepsiebehandlung für die Patienten und ihre Famielien transparent, beteiligt sie am Krankheitsverlauf und sichert ihre Therapietreue durch die Anbindung an die vertrauten Ärzte. Gleichzeitig werden sie von bürokratischem Aufwand und z. T. erheblichen Anfahrtszeiten und -wegen entlastet.


2. Platz:

Weaning an der Lungenklinik Ballenstedt
Eingereicht von: Lungenklinik Ballenstedt/Harz gGmbH

Weaning ist die Entwöhnung von einer invasiven Langzeitbeatmung. Diesem Aspekt der Intensivmedizin kommt durch die für immer ältere und immer kränkere Patienten notwendigen immer invasiveren Therapien eine wachsende Bedeutung zu. Die Lungenklinik Ballenstedt geht hier sowohl fachlich als auch organisatorische neue Wege, indem Intensivmedizin und Rehabilitation eng verflochten werden.


3. Platz:

Berliner Netzwerk für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
Eingereicht von: Stiftung Pinel

Das Projekt trägt der gesundheitsökonomisch besorgniserregenden Zunahme von AU-Fällen mit psychiatrischen Diagnosen mit über 30 % Anteil bei den Krankschreibungen Rechnung. Die Stiftung Pinel als Unternehmensverbund mit ca. 7.000 Patienten in der Versorgung führte dazu eine klientenzentrierte Versorgungssteuerung aus einer Hand ein, die durch ein innovatives und wissenschaftlich begleitetes Versorgungsmanagement Fehlallokationen vermeidet. Beispielsweise zeigt sich, dass Regelpsychotherapie als eine häufig angestrebte Lösung im Falle der AU nach den gesammelten Erfahrungen nur bei etwa 1/3 der Fälle das angemessene Vorgehen darstellt. Die meisten Fragestellungen müssen auf anderen Ebenen bearbeitet werden. Durch schnelle und auf den individuellen Bedarf ausgerichtete Antworten kann die Rückkehr in die Arbeit im Fall der AU deutlich beschleunigt werden.


Publikumspreis:

Lebensfreude – Betreuung und Versorgung Demenzkranker und deren Angehöriger
Eingereicht von: Ärztenetz Südbrandenburg Consult GmbH

(Der Publikumspreis wird auf dem Innovations-Konvent an das Projekt verliehen, das die meisten Voten aus dem anwesenden Publikum erhält.)

Die umfangreichen Pflege- und Betreuungsangebote im Konzept Lebensfreude sind darauf ausgerichtet, Patienten und Angehörigen von Demenzkranken jeweils so viel Unterstützung anzubieten, wie gerade benötigt wird. So wird den Patienten ermöglicht, möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben zu können – stationäre Aufenthalte in Klinik oder Pflegeheim werden deutlich reduziert bzw. zeitlich verzögert. Insbesondere pflegenden Angehörigen wird so die Möglichkeit eröffnet, ihre aufopferungsvolle Tätigkeit besser unterstützt und damit länger wahrnehmen zu können.


Bildergalerie: Innovations-Konvent mit Verleihung des Medizin-Management-Preises 2014

Die Bewerber stellten ihre Projekte auf dem Innovations-Konvent 2014 in Berlin vor. Höhepunkt des Tages-Symposiums: Die Verleihung des Medizin-Management-Preises 2014.


Weitere eingereichte Projekte:

Hier können Sie weitere für den Medizin-Management-Preis 2014 eingereichte Innovationen einsehen.


Die Jury

Hier finden Sie die Jury 2014.